Preisträger beim Medienpreis 2008

Donnerstag, 18. Dezember 2008 | Autor: Reiner Fuest

Der Medienpreis wurde vergeben. Die Jury hat aus 17 universitären und 6 studentischen Beiträgen die Preisträger gewählt. Es war wie in jedem Jahr keine leichte Aufgabe und wie in jedem Jahr gab es Überraschungen. Dieses Mal ist die Überraschung besonders groß: es gibt keinen Hauptpreis. Die Jury sah bei keinem der vier zum Hauptpreis eingereichten Beiträge die erforderlichen Voraussetzungen erfüllt. Die Freude bei den mit je 5.000 Euro dotierten Förderpreisen und dem studentischen Sonderpreis, ein durch HOTLYNE gestiftetes MacBook, ist dadurch ungetrübt.

Damit wird ein Rückgang an preiswürdingen Beiträgen deutlich, auf den die Universität schon 2007 reagiert und die drei Medienpreise in einen Hauptpreis mit fünf Förderpreisen umgewandelt hat. Förderung im Medien- und E-Learning-Bereich ist nach wie vor erforderlich. Herausragende Projekte erfordern jedoch einen enormen Aufwand, der im universitären Alltag nicht zu entwickeln ist und da externe Förderprogramme seltener werden, nimmt auch die Zahl der potentiellen Medienpreisträger ab.

Für das kommende Jahr wird daher nochmals das Konzept des Medienpreises überdacht. Zusammen mit der ständigen Senatskommission für Studium und Lehre wird die Stabsstelle Marketing und Wissensmanagement (M+W) ein neues Format erarbeiten, das den ursprünglichen Fördergedanken weiter trägt.

Wir bei M+W werden zusammen mit der Servicestelle E-Learning in diesem Zusammenhang die bisherigen Einreicherinnen und Einreicher hinzuziehen, um auch aus dieser Richtung Impulse für die Weiterentwicklung des Medienpreises zu gewinnen. Und hier in diesem BLOG bietet sich ebenso allen Interessierten die Möglichkeit, an der Diskussion teilzunehmen.

Der Medienpreis ist damit nicht am Ende. Er wird eine erneute Wandlung vollziehen, um den aktuellen Gegebenheiten an der Universität Freiburg weiterhin zu entsprechen. So wie die Herkunft aus dem Innovationspool und der Übergang zum Förderpreismodell notwendige Schritte waren, wird auch 2009 eine Weiterentwicklung erfolgen, die die Medienentwicklung unterstützt.

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Thema: Allgemein

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3 Kommentare

  1. 1
    J.O. Thumfart 

    Sehr geeehrte Damen und Herren,

    ich war NICHT auf der Verleihung des Medienpreises.
    Mein Kommentar ist also quasi aus 2. Hand.
    Aber es ist ziemlich unwürdig – für die Teilnehmer, die Ihre Arbeiten vorgestellt haben wie für die Universität – wenn man einen Preis auslobt und diesen dann nicht vergibt.
    Das muss das Problem der Uni sein, wenn sich nicht genügend oder nicht genügend gute Projekte für eine Auswahl finden.
    Klar dürfte aber sein, dass sich wohl keiner der Bewerber um den Hauptpreis nochmals bei so einer Schidßbuden-Veranstaltung der Uni beteiligen wird.
    Insgesammt ist es sicher gelungen, einige Engagierte zu demotivieren.
    Dass der Prorektor es wohl nicht nötig hatte, sich vorzustellen (oder ggf. vorstellen zu lassen) paßt bestens ins traurige Bild.

  2. 2
    Reiner Fuest 

    Hallo J. O. Thumfart,
    nicht dabei gewesen zu sein und dann derart kritisch an die Sache heran zu gehen erscheint mir etwas gewagt.
    Zunächst einmal: es gab eine Jury, die unabhängig die Preisträger bestimmte. In diesen Prozess konnte, wollte und sollte „die Uni“ nach Beginn nicht mehr eingreifen. „Die Uni“ hätte den Preis also gerne so wie ausgelobt vergeben – aber nicht an der Jury vorbei.
    Gute Projekte: ja, da haben Sie Recht, das ist ein Problem der Uni. Mit der Neuausrichtung des Medienpreises 2009 wird versucht werden, dieses Problem zu schmälern. Die Ursachen für die tatsächlich zurückgehenden Zahlen von Einreichungen und preiswürdigen Beiträgen sind jedoch vielfältig und z.T. außerhalb der Universität zu finden (z.B. verminderte Förderung von Großprojekten in diesem Bereich).
    Schießbuden-Veranstaltung und Motivation: Aus meiner Sicht haben Sie sich da im Ton vergriffen, denn 35.000 Euro Preisgelder gewinnen sich nicht so leicht in einer Schießbude und 25.000 wurden davon auch ausgeschüttet. Ich denke, die Preisträger verwehren sich dagegen, die Förderpreise in einer Schießbude gewonnen zu haben. Somit ist auch Ihre Sichtweise demotivierend – ein Kommentar in diesem BLOG zeigt übrigens, dass sich von der Haltung der Jury nicht alle demotivieren ließen. Und so hart es klingt, Engagement reicht nicht aus um einen Hauptpreis von 10.000 Euro zu erhalten, da muss auch überzeugende Qualität geliefert werden, so wie es die Ausschreibung verlangt.
    Der Prorektor: er hatte durchaus vor, die Veranstaltung zu besuchen. Jedoch gibt es immer mal wieder Termin-Probleme, wie auch in diesem Fall. Da ist es ganz natürlich und auch vertretbar, wenn der CIO der Universität im Auftrag des Rektorats die Preise übergibt – Teamwork eben.
    Alles in Allem bin auch ich nicht froh darüber, dass kein Hauptpreis vergeben wurde. Jedoch sehe ich darin kein Versagen „der Uni“ hinsichtlich des Preisverfahrens. Wenn, dann muss sich „die Uni“ die Frage stellen, was getan werden kann, um künftig mehr herausragende und damit preiswürdige Medien- und E-Learning-Projekte vorweisen zu können. Und nach dem Slogan „Wir sind die Universität“ müssen wir uns alle diese Frage stellen und mindestens ebenso wichtig ist es, alle bei der Antwort mitzuarbeiten. Diese Diskussion verdient, denke ich, einen neuen BLOG-Eintrag in den nächsten Tagen.

  1. […] Nicht gewonnen, aber dazu gelernt Donnerstag, Dezember 18th, 2008 | Allgemeines | deMo Heute wurde der Medienpreis der Universität Freiburg vergeben. Dazu hatten wir das MEG OSA und den dazugehörigen Podcast als Beitrag für die Kategorie “Hauptpreis” eingereicht. Da wir mit der Realisierung des OSA-Medienkonzepts noch in der Anfangsphase stecken, hätte es uns schon überrascht, wenn wir damit den Medienpreis gewonnen hätten. Dazu kam es dann auch nicht. Überrascht waren wir nach der Vergabe dann aber doch, denn der Hauptspreis wurde gar nicht erst vergeben. Die Jury sah bei keinem der zum Hauptpreis eingereichten Beiträge die erforderlichen Voraussetzungen erfüllt, heißt es in der Begründung. […]

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