Flächennutzung in neuen Briefvorlagen

Freitag, 20. November 2009 | Autor: Reiner Fuest

Es erreicht uns immer wieder die Klage, das neue Corporate Design würde z.B. in Briefen ja so viel weiße Fläche übrig lassen, das sei im alten CD besser gewesen. Heute würde man ja bis zu 30% mehr Papier benötigen für den gleichen Inhalt.

Wir haben nun einmal die alte Briefvorlage hergenommen und die Sache geprüft.

Gleicher Text, links neu, rechts alt.

Gleicher Text, links neu, rechts alt.

Da zeigt sich klar, dass in der alten Vorlage sogar etwas weniger Platz für Fließtext vorgesehen war, da die Betreffzeile tiefer angesetzt wurde. Damit ist das neue CD sogar etwas papiersparender als das alte.

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Thema: Allgemein

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3 Kommentare

  1. 1
    Christoph Hermann 

    Das Problem der neuen Briefvorlagen sehe ich nicht in der Platznutzung für den Text, sondern mehr darin, dass der Adressblock rechts viel zu schmal ist, so dass Institutsbezeichnungen, Funktionsbezeichnungen, E-Mail Adressen sowie URLs auf mehrere Zeilen umgebrochen werden müssen.

    Viel schlimmer finde (nicht nur) ich aber immer noch im Fliesstext (insbesondere bei längeren Texten) eine serifenlose Schrift zu verwenden.

    Evtl. hierzu ganz lesenswert:
    http://www.zvisionwelt.de/typokurz.pdf

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    8 Schriften
    Es ist sinnvoll, für längere Texte mit breiten Zeilen eine Schrift mit Serifen und Strichstärkenunterschied zu verwenden. Die Serifen (Endstriche) unterstützen einerseits das Auge bei der Zeilenführung und beim Zeilenrücksprung. Andererseits führt der Strichstärkenunterschied zu eindeutigeren Wortbildern, was das Lesen sehr erleichtert. Serifenlose Schriften – auch Groteskschriften genannt – kann man hingegen in schmalen Spalten (< 40 Zeichen, einschließlich Satz- und Leerzeichen) einsetzen, in denen das Auge die Unterstützung der Serifen nicht unbedingt benötigt. Jedoch muss die
    Serifenlose sorgfältig ausgewählt werden, da ihre Zeichen und die sich ergebenden Wortbilder aufgrund fehlender Strichstärkenunterschiede nicht so eindeutig und unverwechselbar sind wie bei Serifenschriften. Serifenlose Schriften eignen sich auch für Beamer-Präsentationen, weil dort aufgrund der geringen Auflösung (und der unter Umständen großen Entfernung des Betrachters) die Serifen und dünnen Striche nicht gut zu erkennen sind.
    Die sehr geringe Bildschirmauflösung (etwa im Bereich 72–105 dpi im Vergleich zu Drucksachen mit einer Auflösung von mindestens 300 dpi, meist 600 dpi) scheint mir auch der Grund für die mittlerweile sehr weite Verbreitung von serifenlosen Schriften wie Arial zu sein. Am Bildschirm sind serifenlose Schriften bzw. solche ohne Strichstärkenunterschied in der Tat häufig besser zu lesen als serifenbehaftete Schriften. Aber denken Sie an den Druck und vergleichen Sie deshalb auf Papier!
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  2. 2
    Michael Stumpf 

    Herrn Hermann kann ich mich nur anschließen.
    Und was die Flächennutzung angeht:
    Das alte Design stammt -glaube ich- aus einem anderen Jahrhundert, und schon damals war die Platzvergeudung eine ebensolche.
    Wollte man mit dem neuen Design nicht optimieren? Und wenn ja, warum nicht auch diesen Bereich?
    Diese Form der „Nachverdichtung“ scheint mir ziemlich unkritisch zu sein. Zumindest auf Folgeseiten sollte es möglich sein, das gesamte Blatt auszunutzen.

  3. 3
    Reiner Fuest 

    Das neue CD hat ja durchaus auch in der Entwicklungsphase einige Diskussionprozesse durchlaufen, so dass aus meiner Sicht nach 6 Monaten CD-Manual nicht alle Grundsatzdiskussionen weiter geführt werden müsse (Schriftarten).

    Was die Folgeseiten von Briefen angeht, machen wir uns Gedanken, aber auch so eine Entscheidung zieht Probleme nach sich, so dass noch unklar ist, ob dies realisiert werden kann.

    Besonders viel Platz vergeuden derzeit häufig unbedruckte Rückseiten. Wie wäre es mit einem Aufruf für den Duplex-Druck? Das geht auch mit dem neuen CD.

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