Freiburger OSAs auf Frankfurter Fachforum

Donnerstag, 27. Juni 2013 | Autor: Reiner Fuest

Knapp drei Jahre nach dem ersten Fachforum Online Self Assessments an der Goethe-Universität Frankfurt fand am 24.06.13 das zweite Fachforum zu diesem Thema statt. Mit Vertreterinnen und Vertretern aus über 40 Hochschulen und einem halben Dutzend anderer Bildungseinrichtungen war die Veranstaltung so gut besucht, dass man kurzfristig in einen größeren Raum, den Festsaal des Campus Westend umziehen musste. Mit der alten Wegbeschreibung in der Hand standen wir eine Viertelstunde vor Beginn der Veranstaltung noch fernab am Gästehaus der Universität (dem ursprünglich geplanten Veranstaltungsort) und lernten dann die Qualitäten eines Frankfurter Taxifahrers kennen, der uns gerade noch pünktlich zum Campus chauffierte.

Auch in diesem Jahr waren wir eingeladen, unsere Freiburger Online Studienwahl Assistenten vorzustellen. Auch in diesem Jahr durften wir, nach der Begrüßung durch die Vizepräsidentin der Goethe-Universität, Frau Prof. Brühl, den Reigen der Angebotsvorstellungen eröffnen. Die Vorträge waren durch die Bank hochkarätig und inspirierend. Neben einigen fachspezifischen Angeboten (z.B. der Unis Bonn und Frankfurt) wurden auch fach- und hochschulübergreifende Ansätze präsentiert (z.B. der Orientierungstest was-studiere-ich.de und der StudiFinder des Landes NRW).

Es wurde schnell deutlich, dass wir unter den fachspezifischen Orientierungsangeboten aufggund des hohen Anteils an medialen Informationselementen (z.B. Videointerviews mit Studierenden, Lehrenden, Studienberaterinnen und -beratern, Fotostrecken, multimedialen Beispielaufgaben etc.) eine Sonderstellung einnehmen. Während das von vielen Diagnostikern in der OSA-Community vor ein paar Jahren noch kritisch beäugt wurde und man sich als Nicht-Psychologe ein bisschen als Fremdkörper fühlte, ist unser Ansatz mittlerweile weithin akzeptiert und hat unübersehbar auch viele der anderen Angebote beeinflusst. Deutlich wurde auch, dass die verpflichtende Studienorientierung in Baden-Württemberg und die Verknüpfung des übergeordneten Orientierungstests des Landes mit unseren fachspezifischen OSAs eine hervorragende Ausgangsbedingung für effektive webbasierte Studienorientierung darstellen.

In der Abschlussdiskussion wurde insbesondere die Frage der Nachhaltigkeit und Verstetigung webbasierter Studienorientierungsangebote diskutiert. Hier zeigte sich, dass andere Hochschulen uns diesbezüglich voraus sind. Wie bei uns sind die meisten (fachspezifischen) Angebote im Rahmen von Projekten entwickelt worden. Anders als bei uns sind diese aber mittlerweile fast durchweg verstetigt.

Als wichtigste Anregungen nehmen wir aus den Vorträgen, Diskussionen und Gesprächen zwei Aspekte für unsere weitere Arbeit mit:

1. Eine wichtige Baustelle wird in Zukunft die Schnttstellenoptimierung sein, sowohl zwischen diversen Online-Angeboten (z.B. Landesorientierungstest und unseren OSAs) als auch zwischen webbasierten und nicht-webbasierten Angeboten (insbesondere Studienberatung, Fachberatung).

2. Darüber hinaus könnte es ratsam sein, den Orientierungsprozess langfristiger und weniger linear zu denken und ihn entsprechend auch im Web nicht nur punktuell (Selbsteinschätzung im Landesorientierungsprozess, Erprobung eines Faches im OSA), sondern in seiner Langfristigkeit zu unterstützen. Der StudiFinder aus NRW als eine Art personalisiertes Portal, enthielt hier einige sehr interessante Funktionen und Ansätze.

Fazit: Schön, dass der Themenbereich „Online Self Assessments“, in dem wir uns in den vergangenen neun Jahren einen guten Ruf erarbeitet haben, weiterhin mehr und mehr Hochschulen beschäftigt Schön, dass die Szene und die Angebote der Hochschulen sich über die Jahre spürbar und sichtbar professionalisiert haben. Und schön, dass wir mit den Freiburger OSAs auch bei der GMW-Tagung angenommen wurden und so Anfang September wieder nach Frankfurt zurückkehren werden.

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Thema: OSA

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